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Japanische Rotkiefer oder Waldkiefer

Japanische Rotkiefer oder Waldkiefer

Japanische Rotkiefer und Waldkiefer kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Solitär). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Japanische Rotkiefer

Japanische Rotkiefer

Pinus densiflora 4 m × 2,5 m nach 10 Jahren

Baumschulen bieten fast ausschließlich ihre langsam wachsenden Zwerg- und kleinwüchsigen Sorten an: die schirmförmige, mehrstämmige Umbraculifera…

Großer Baum
Sonnig
ab ca. 28 €
Illustration: Waldkiefer

Waldkiefer

Pinus sylvestris 4,5 m × 2,5 m nach 10 Jahren

Eine heimische, schnell wachsende Kiefer, die in jungen Jahren eine kegelförmige, später eine lockere, schirmförmige Krone bildet. Der obere…

Großer Baum
Sonnig
ab ca. 16 €

Die wichtigsten Unterschiede

  • Waldkiefer wächst schneller als Japanische Rotkiefer.

  • Waldkiefer verträgt auch kalkhaltigen Boden, Japanische Rotkiefer braucht eher sauren Boden und kümmert auf Kalk.

  • Waldkiefer verträgt auch schweren Lehmboden, Japanische Rotkiefer braucht lockeren, durchlässigen Boden.

  • Waldkiefer braucht weniger Pflege als Japanische Rotkiefer.

Welche passt besser?

Waldkiefer ist die bessere Wahl, wenn du schnell ein Ergebnis willst, der Boden kalkhaltig ist, der Boden schwer und lehmig ist oder wenig Zeit für die Pflege bleibt.

Darauf solltest du achten

Japanische Rotkiefer
Schwerer, nasser Schnee und gefrierender Regen können die Äste der schirmförmigen, mehrstämmigen Sorten leicht auseinanderdrücken oder abbrechen. Schüttle deshalb größere Schneemengen von ihnen ab. Auch Wind kann die hängenden und schirmförmigen Formen beschädigen. Im Winter können die Nadeln einen gelblichen Farbton annehmen; das ist keine Krankheit. Auf schweren, nassen Böden stirbt die Pflanze durch Sauerstoffmangel an den Wurzeln ab, auf kalkhaltigen Böden kann sie vergilben. In Mitteleuropa können auch bei ihr Triebsterben, Nadelschüttepilze, Blattläuse und Spinnmilben auftreten, die andere zweinadelige Kiefern schädigen, vor allem an geschwächten Pflanzen in trockenen, heißen Sommern. Im Handel gibt es fast nur Zwerg- oder Säulensorten, die nur einen Bruchteil der Größe der Art erreichen: Prüfe vor dem Kauf die Größe der gewählten Sorte.
Waldkiefer
In den heißen, dürregeprägten Tieflagen Mitteleuropas lebt die Waldkiefer an der Grenze ihrer Belastbarkeit: In den heimischen Wäldern ist nur noch etwa ein Viertel der Bestände gesund. Das ist immer noch ein deutlich günstigeres Bild als bei der Schwarzkiefer, von der kaum gesunde Bestände übrig sind, doch die Entwicklung ist dieselbe. Durch Trockenheit geschwächte Bäume werden vom Diplodia-Triebsterben (Diplodia sapinea) befallen: Die Nadeln an den Triebspitzen werden braun und bleiben lange am Baum, wiederholt befallene Äste verkahlen, und der Baum kann sogar absterben. Mit den warmen, trockenen Sommern verursacht der Pilz immer größere Schäden und befällt auch die Waldkiefer zunehmend häufiger. Außerdem treten Blattwespen und Schildläuse auf, und stark verschmutzte Luft verträgt sie ebenfalls schlecht. In einem kühleren, niederschlagsreicheren Garten im Hügelland, auf gut wasserdurchlässigem Boden und bei Bewässerung in Trockenperioden ist sie auch heute noch eine vertretbare Wahl. Für einen heißen, trockenen Garten im Tiefland ist sie langfristig riskant.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Japanische Rotkiefer
Waldkiefer
Gruppe Großer Baum Großer Baum
Größe nach 10 Jahren 4 m × 2,5 m 4,5 m × 2,5 m (unsicher)
Endgröße 12–18 m × 6–10 m 10–30 m × 9–15 m
Wuchsgeschwindigkeit Mittel Schnell
Lichtbedarf Sonnig Sonnig
Boden Normal, Sauer Normal, Sandig, Sauer, Kalkhaltig, Lehmig, schwer
Winterhärte bis -29 °C (USDA 4, RHS H7) bis -40 °C (USDA 3, RHS H7)
Hitzeverträglichkeit Mittel (unsicher) Niedrig
Laub Immergrün Immergrün
Wasserbedarf Mittel Mittel
Trockenheitsverträglichkeit Mittel Mittel
Pflegeaufwand Mittel Niedrig
Pflanzabstand 600 cm 600 cm
Für Kinder Ungiftig (unsicher) Ungiftig (unsicher)
Typischer Preis ca. 39 € (< 40 cm) ca. 48 € (< 40 cm)

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 17. Oktober 2026

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