Staudenbeet, das den ganzen Sommer blüht: Pflanzen, Aufbau, Stückzahl
Ein Staudenbeet blüht vom Frühling bis zum Herbst, wenn sein Gerüst aus Dauerblühern besteht, die von Juni bis September blühen (Katzenminze, Hain-Salbei, Purpur-Sonnenhut, Schafgarbe, Blauraute, Prachtkerze), und rundherum Zwiebelblumen für das Frühjahr und Herbst-Anemone, Fetthenne und Astern für den Herbst stehen. Pflanze in Gruppen von 3-7 Stück, hoch nach hinten, niedrig nach vorn; im Schnitt braucht man 5-7 Pflanzen pro Quadratmeter. Die Kalender zeigen die winterharten Stauden für sonnige Plätze, die in deinem Land am häufigsten angeboten werden, mit dem Preis pro Pflanze.
Aktualisiert: 25. Oktober 2026 · Preise geprüft: 27. Oktober 2026 · Daten und Preise aus unserer Pflanzendatenbank, für dein Land berechnet. Wie unsere Daten entstehen
Warum blüht es den ganzen Sommer?
Keine Staude blüht von März bis Oktober. Ein Beet, das den ganzen Sommer bunt ist, hat drei Schichten: Das Gerüst bilden die lang blühenden Sommerstauden, die zwei bis vier Monate blühen; davor tragen im Frühjahr die Zwiebelblumen die Farbe, danach im Herbst die späten Stauden. Mit zwei, drei Sorten für jeden Monat bleibt kein Monat leer.
Die meisten Dauerblüher wollen Sonne und durchlässigen Boden, viele vertragen Trockenheit gut. Die Kalender gelten deshalb für ein sonniges Beet; für den Halbschatten wähle aus den Stauden für den Halbschatten.
Das Gerüst: Stauden von Juni bis September
Diese Stauden blühen von Juni bis mindestens August, viele bis September oder Oktober. Als blau-violette Basis eignen sich Katzenminze, Hain-Salbei und Blauraute, daneben für Rosa der Purpur-Sonnenhut, für Gelb die Schafgarbe und das Mädchenauge, luftig die weiße Prachtkerze.
Der Kalender zeigt die Dauerblüher, die im Handel am häufigsten angeboten werden, volle Sonne vertragen und einen durchschnittlichen Winter überstehen. Die mit „trockenheitsverträglich“ markierten passen auch in ein vollsonniges Beet ohne Gießen. Der Preis ist der typische Preis einer Pflanze in üblicher Größe in deinem Land. Alle findest du in der Liste Dauerblüher.
Frühling und Herbst: Zwiebelblumen und späte Blüher
Im April und Mai haben die Sommerstauden erst Blätter. Bis dahin bringen die Zwiebelblumen die Farbe: Krokus, Traubenhyazinthe, Narzisse, Tulpe, zwischen die Pflanzen gestreut. Sie werden im Herbst gesetzt, von September bis November. Unser Gartenplaner rechnet mit 20 kleinen (Krokus, Traubenhyazinthe), 8 mittleren und 4 großen Zwiebeln pro Quadratmeter.
Ab Ende August übernehmen die späten Stauden das Beet: Japanische Herbst-Anemone, Hohe Fetthenne und Kissen-Aster blühen bis Oktober.
So ist das Beet aufgebaut
Die höchsten Stauden kommen nach hinten, vor Mauer oder Zaun, die mittleren in die Mitte, die niedrigen nach vorn an den Beetrand. Zieh keine geraden Grenzen zwischen den Gruppen: Die Flächen sollen schräg verlaufen und ein wenig ineinandergreifen.
- Pflanze wenige Sorten in großen Flächen: Für ein 2 × 5 m großes Beet reichen 6-9 Sorten, je 5-9 Pflanzen. Eine einzelne Pflanze geht unter, Stauden in Gruppen wirken auch von Weitem.
- Wiederhole: Eine oder zwei Sorten (etwa Katzenminze vorn, Blauraute hinten) sollen entlang des Beets zwei- oder dreimal wiederkehren. Das macht es einheitlich.
- Wähle zwei oder drei Hauptfarben und setz Weiß oder Silbergrau dazwischen. Blau-Violett passt zu fast allem.
- Setz auch Ziergräser dazwischen: Im Herbst und Winter geben sie die Form, wenn die Blüten vorbei sind.
Wie viele Pflanzen braucht man?
Die Stückzahl ergibt sich aus dem Pflanzabstand jeder Pflanze; setz sie im Dreiecksverband, in versetzten Reihen. Von niedrigen Stauden (30 cm Abstand) braucht man etwa 13 pro Quadratmeter, von mittleren (40 cm) etwa 7, von hohen und breiten, buschigen (60-70 cm) 2-3. In einem gemischten Beet sind das im Schnitt 5-7 Pflanzen pro Quadratmeter.
- Ein sonniges, 2 × 5 m großes Beet mit 10 m² braucht so 50-70 Stauden. Setzt du in die Hälfte des Beets auch Zwiebeln dazwischen, braucht es dafür im Herbst etwa 160 Zwiebeln.
- Eine Staude aus dem kleinen Topf holt eine große in ein, zwei Jahren ein: Der Preis im Kalender gilt für die übliche Größe, eine größere lohnt sich selten.
- Im ersten Jahr ist zwischen den Pflanzen noch Erde zu sehen. Deck sie mit 5 cm Mulch ab und jäte, bis sie im dritten Sommer geschlossen sind.
Rückschnitt und Pflege
- Schneide Katzenminze, Hain-Salbei und Storchschnabel nach der ersten Blüte, Ende Juni oder im Juli, auf die Hälfte zurück: In zwei, drei Wochen treiben sie wieder aus und blühen im August und September ein zweites Mal.
- Knipse bei Margerite, großblumigem Mädchenauge und Prachtkerze regelmäßig das Verblühte ab: So bilden sie länger neue Blüten. Das Quirlblättrige Mädchenauge schneidest du im Hochsommer um ein Drittel zurück.
- Schneide im Herbst nicht alles ab: Die Stängel von Purpur-Sonnenhut, Fetthenne, Blauraute und Ziergräsern sehen im Winter gut aus und sind Futter für die Vögel. Die trockenen Stängel Ende Februar, Anfang März, vor dem Austrieb, abschneiden; die Blauraute Ende März auf 20-30 cm.
- Gieß im ersten Sommer nach dem Pflanzen regelmäßig, danach kommen die trockenheitsverträglichen Stauden meist ohne Gießen aus. Wenig düngen: In fettem Boden fallen Salbei und Katzenminze auseinander.
- Alle drei, vier Jahre im Frühjahr oder Herbst die groß gewordenen, in der Mitte verkahlten Horste ausgraben und teilen; Purpur-Sonnenhut und Blauraute lässt man besser in Ruhe.
Ein Plan für deinen eigenen Garten
Der Stil Buntes Blumenbeet unseres Gartenplaners arbeitet nach denselben Regeln: Er wählt so aus, dass von April bis September jeden Monat etwas blüht, füllt das Frühjahr mit Zwiebelblumen, ordnet die Pflanzen in Gruppen und Schichten und rechnet Stückzahl und Preis in deinem Land aus. Auf dem Bild, das auf dein Foto gezeichnet wird, zeigt er auch, wie das Beet im 1., 3. und 5. Sommer aussieht.
Quellen
Die Ratschläge beruhen auf diesen Fachseiten und Gesetzen, angepasst an mitteleuropäische Winter und Böden. Die Tabellen stammen aus unserer eigenen Pflanzendatenbank.
- Natur im Garten: Staudenbeete richtig anlegen
- Bayerische Gartenakademie: Der Garten im Herbst - Pflege der Stauden und Gehölze
- RHS: How to plan a border
- RHS: Deadheading plants
Weitere Ratgeber
Garten planen: Schritt für Schritt
Einen Garten planst du am besten in sechs Schritten: Du schaust dir den Standort an (Licht, Boden, Wasser, Winter), legst fest, wofür du ihn nutzt, gibst ihm ein Gerüst, das auch im Winter sichtbar ist, und planst dann das Beet in Schichten, hoch nach hinten, niedrig nach vorn. Du wählst so, dass vom Frühling bis zum Herbst immer etwas blüht, und rechnest zum Schluss aus dem Pflanzabstand Stückzahl und Preis aus. Nach denselben Regeln arbeitet auch unser Gartenplaner.
Schnell wachsende Hecke: Wie viel wächst welche Pflanze im Jahr
Die schnellste Heckenpflanze ist die Leyland-Zypresse mit etwa 90 cm im Jahr, danach folgen Kirschlorbeer 'Novita', Feuerdorn und Riesen-Lebensbaum mit etwa 50 cm im Jahr, dann der Liguster mit 40 cm. Wie lange eine 180 cm hohe Hecke bis zum Sichtschutz braucht, hängt eher von der Größe der gekauften Pflanzen ab: aus kleinen Pflanzen mehrere Jahre, aus großen ein bis zwei Sommer, aber zum Vielfachen des Meterpreises. Die Tabellen rechnen mit den aktuellen Ladenpreisen in deinem Land.
Bodendecker gegen Unkraut: welcher wohin passt und wie viele Pflanzen man braucht
Ein Bodendecker hält Unkraut fern, sobald er geschlossen ist: bis dahin, meist zwei bis drei Sommer lang, braucht er Mulch und Jäten. Unter Bäume und in den Schatten passen Kleines Immergrün, Balkan-Storchschnabel, Elfenblume und Golderdbeere, an sonnige, trockene Stellen Fetthennen, Thymian und Kriechwacholder. Von den meisten Stauden-Bodendeckern braucht man 9-18 Pflanzen pro Quadratmeter. Die Tabellen rechnen mit den aktuellen Preisen der Gärtnereien in deinem Land aus, was ein Quadratmeter kostet.
Hecke pflanzen: wie viele Pflanzen pro Meter, und was sie kostet
Für eine Hecke braucht man von den meisten Pflanzen 2-4 Stück pro Meter: von der Leyland-Zypresse 2, vom Kirschlorbeer und der Glanzmispel 2,5 (40 cm Abstand), von der Eibe 3, von der Hainbuche 3,5, vom Liguster und der Rotbuche 4. Die Pflanzen kommen in einer Reihe, 80 cm vom Zaun, im Herbst oder im zeitigen Frühjahr in die Erde. Was die Hecke kostet, entscheidet vor allem die Größe der Pflanzen: Die Tabelle rechnet es mit den aktuellen Preisen in deinem Land aus, für die Länge deiner eigenen Hecke.
Steingarten anlegen: Stein, Boden und Pflanzen Schritt für Schritt
Ein Steingarten gehört an einen sonnigen, sanften Hang, in mageren, durchlässigen Boden: ein Drittel Gartenerde, ein Drittel grober Sand, ein Drittel Schotter. Leg die Steine, alle von einer Sorte, in gleich geneigten Schichten und zu einem Drittel bis zur Hälfte eingegraben, sodass etwa zwei Fünftel der Fläche Stein sind. Vier bis sechs Pflanzen pro Quadratmeter genügen: Kriechwacholder und Gräser bilden das Gerüst, dazwischen blühen Polsterstauden, Fetthennen und Thymian von März bis Oktober.
Hortensien pflanzen und schneiden: welche wann zurückschneiden
Beim Schnitt teilen sich Hortensien in zwei Gruppen. Rispen- und Wald-Hortensien (etwa 'Annabelle') blühen am diesjährigen Trieb: Schneide sie im Februar oder März auf 25-60 cm zurück. Garten- und Berghortensien blühen aus Knospen, die im Vorjahr gewachsen sind: Im Frühjahr kommen nur die verblühten Blüten ab, sonst blühen sie in diesem Jahr nicht. Gepflanzt wird im Herbst oder Frühjahr, mit viel Wasser; auf kalkhaltigen Boden gehören Rispen- und Wald-Hortensie, die Gartenhortensie will sauren oder neutralen Boden und Schatten am Nachmittag.
Tulpen, Narzissen, Krokusse pflanzen: wann, wie tief, wie viele
Frühlingsblühende Zwiebeln kommen im Herbst in die Erde: Narzissen, Krokusse und Hyazinthen von September bis Oktober, Tulpen von Oktober bis November, solange der Boden nicht gefroren ist. Eine Zwiebel kommt zwei- bis dreimal so tief, wie sie hoch ist (Tulpe und Narzisse etwa 12-15 cm, Krokus 8-10 cm), mit der Spitze nach oben, mindestens zwei Zwiebelbreiten von der nächsten. Zwischen Stauden genügen pro Quadratmeter 20 kleine, 8 mittlere und 4 große Zwiebeln. Nach der Blüte das Laub sechs Wochen stehen lassen.
Lavendel pflanzen und schneiden: wann, wohin, wie viel zurückschneiden
Lavendel braucht einen sonnigen Platz und lockeren, durchlässigen Boden, auch kalkhaltigen mag er; pflanze ihn im Frühjahr, im April oder Mai, für eine Hecke 30-45 cm auseinander. Schneide ihn zweimal im Jahr: im Frühjahr, Ende März oder im April nach den starken Frösten, die Triebe um etwa zwei Drittel zurück, aber immer nur bis ins grüne, beblätterte Holz; nach der Blüte, Ende Juli oder im August, die verblühten Stiele mit den obersten 2-3 Zentimetern Laub, zu einer Kugel geformt. Schneide nie ins kahle, verholzte Holz, daraus treibt Lavendel nicht wieder aus. Echter Lavendel und 'Hidcote' überstehen harte Winter, Lavandin ist etwas empfindlicher, Schopf-Lavendel verträgt nur milde Winter.