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Japanischer Spindelstrauch oder Kirschlorbeer

Japanischer Spindelstrauch und Kirschlorbeer kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Hecke, Sichtschutz, Kübelpflanze). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Japanischer Spindelstrauch

Japanischer Spindelstrauch

Euonymus japonicus 2 m × 1,5 m nach 10 Jahren

Ein immergrüner Strauch mit glänzenden, ledrigen Blättern, der sich gut schneiden lässt und sich deshalb für niedrige bis mittelhohe Hecken, als…

Heckenpflanze
Sonnig
Halbschattig
Schattig
ab ca. 1.300 HUF
Illustration: Kirschlorbeer

Kirschlorbeer

Prunus laurocerasus 3 m × 2,5 m nach 10 Jahren

Ein schnell wachsender, immergrüner Strauch mit glänzenden Blättern und eine der beliebtesten Heckenpflanzen: Er gedeiht sowohl in der Sonne als…

Heckenpflanze
Sonnig
Halbschattig
Schattig
ab ca. 1.900 HUF

Die wichtigsten Unterschiede

  • Kirschlorbeer wird größer: nach zehn Jahren 3 m × 2,5 m, Japanischer Spindelstrauch 2 m × 1,5 m (geschätzt, die Quellen weichen ab).

  • Kirschlorbeer wächst schneller als Japanischer Spindelstrauch.

  • Kirschlorbeer ist winterhärter: bis -23 °C, Japanischer Spindelstrauch bis -18 °C.

  • Japanischer Spindelstrauch verträgt auch kalkhaltigen Boden, Kirschlorbeer braucht eher sauren Boden und kümmert auf Kalk (geschätzt, die Quellen weichen ab).

  • Japanischer Spindelstrauch verträgt auch schweren Lehmboden, Kirschlorbeer braucht lockeren, durchlässigen Boden (geschätzt, die Quellen weichen ab).

  • Als Hecke ist Kirschlorbeer günstiger: ein laufender Meter aus gleich großen Pflanzen (60–100 cm) kostet etwa 32.000 HUF (2,5 Pflanzen), Japanischer Spindelstrauch etwa 54.000 HUF (3 Pflanzen).

Welche passt besser?

Japanischer Spindelstrauch ist die bessere Wahl, wenn der Platz knapp ist, der Boden kalkhaltig ist oder der Boden schwer und lehmig ist.

Kirschlorbeer ist die bessere Wahl, wenn du schnell ein Ergebnis willst, der Garten kalt oder frostgefährdet ist oder der Preis zählt.

Darauf solltest du achten

Japanischer Spindelstrauch
In Mitteleuropa ist er nur mäßig winterhart: Bei etwa -15 bis -20 °C sowie bei starker Wintersonne und Wind bekommen die Blätter Verbrennungen. In strengen Wintern können die Triebe zurückfrieren, besonders bei jungen Pflanzen und Sorten mit panaschierten Blättern. Im Frühjahr treibt er meist wieder aus, doch an kalten, windigen Standorten ist er als Hecke riskant. Ein häufiger Schädling ist die Spindelstrauch-Schildlaus. In dichten, schlecht durchlüfteten Pflanzungen kann auch Echter Mehltau auftreten.
Kirschlorbeer
In Mitteleuropa bekommen die Blätter in strengen, kontinentalen Wintern Frostbrand: Aus dem gefrorenen Boden kann die Pflanze kein Wasser aufnehmen, während Wintersonne und Wind sie austrocknen. Die großblättrige Rotundifolia wird schon unter -20 °C braun, unter -24 °C frieren auch ihre Triebe zurück. Robustere Sorten werden weniger geschädigt. Gieße die Pflanze in trockenen Wintern bei frostfreiem Wetter und pflanze sie an einen geschützten Standort. Auf kalkhaltigem Boden werden die Blätter gelb (Chlorose). Häufig sind die durch Pilze oder Bakterien verursachte Schrotschusskrankheit und Echter Mehltau. Bei Staunässe tritt Wurzelfäule auf, und Dickmaulrüssler können die Blattränder buchtig ausfressen. Die Pflanze verwildert: Von Vögeln verbreitete Sämlinge siedeln sich auch in Wäldern an. Deshalb gilt seit dem 1. September 2024 ein Verkaufsverbot (Anhang 2.2 der Freisetzungsverordnung); andernorts führt die Naturschutzbehörde sie auf der Aktionsliste potenziell invasiver Arten, und in einem weiteren Gebiet fordern Naturschützer ein Verkaufsverbot. Auf der EU-Liste und den beiden weiteren nationalen Listen invasiver Arten steht sie nicht.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Japanischer Spindelstrauch
Kirschlorbeer
Gruppe Heckenpflanze Heckenpflanze
Größe nach 10 Jahren 2 m × 1,5 m 3 m × 2,5 m (unsicher)
Endgröße 2,5–4,5 m × 1,5–2,5 m 0,6–6 m × 1–4 m (unsicher)
Wuchsgeschwindigkeit Mittel Schnell
Lichtbedarf Sonnig, Halbschattig, Schattig Sonnig, Halbschattig, Schattig
Boden Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig, Sauer Normal, Sandig, Sauer (unsicher)
Winterhärte bis -18 °C (USDA 6, RHS H6) bis -23 °C (USDA 6, RHS H7)
Hitzeverträglichkeit keine Angabe Mittel
Laub Immergrün Immergrün
Blüte Mai–Juli, grün April–Mai, weiß
Wasserbedarf Mittel Mittel
Trockenheitsverträglichkeit Mittel Mittel
Pflegeaufwand Mittel Mittel
Als Hecke gepflanzt 3 Pflanzen pro laufendem Meter 2,5 Pflanzen pro laufendem Meter
Für Hunde Giftig (unsicher) Giftig
Für Katzen Giftig (unsicher) Giftig
Für Kinder Leicht giftig Giftig
Typischer Preis ca. 18.000 HUF (60–100 cm) ca. 13.000 HUF (60–100 cm)
Heckenpreis pro laufendem Meter ca. 54.000 HUF (60–100 cm) ca. 32.000 HUF (60–100 cm)

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 17. Oktober 2026

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