Schwarzkiefer oder Waldkiefer

Schwarzkiefer und Waldkiefer kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Solitär, Sichtschutz). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Schwarzkiefer

Schwarzkiefer

Pinus nigra 4,5 m × 2,5 m nach 10 Jahren

Die Schwarzkiefer ist ein groß werdender, immergrüner Baum mit steifen, dunkelgrünen Nadeln. In jungen Jahren bildet sie eine kegelförmige, im Alter…

Großer Baum
Sonnig
ab ca. 3,20 PLN
Illustration: Waldkiefer

Waldkiefer

Pinus sylvestris 4,5 m × 2,5 m nach 10 Jahren

Eine heimische, schnell wachsende Kiefer, die in jungen Jahren eine kegelförmige, später eine lockere, schirmförmige Krone bildet. Der obere…

Großer Baum
Sonnig
ab ca. 6 PLN

Die wichtigsten Unterschiede

  • Schwarzkiefer: Für die meisten mitteleuropäischen Gärten empfehlen wir diese Pflanze nicht. In Mitteleuropa stirbt sie in den letzten Jahren in großer Zahl ab: Durch Trockenheit geschwächte Bäume werden vom Diplodia-Triebsterben (Sphaeropsis) befallen.

  • Waldkiefer wächst schneller als Schwarzkiefer.

  • Schwarzkiefer verträgt Sommerhitze besser als Waldkiefer.

  • Schwarzkiefer verträgt Trockenheit besser als Waldkiefer.

  • Schwarzkiefer braucht weniger Wasser als Waldkiefer.

  • Waldkiefer braucht weniger Pflege als Schwarzkiefer.

Welche passt besser?

Waldkiefer ist die sicherere Wahl: Schwarzkiefer ist für die meisten Gärten nicht zu empfehlen.

Darauf solltest du achten

Schwarzkiefer
In Mitteleuropa stirbt sie in den letzten Jahren in großer Zahl ab: Durch Trockenheit geschwächte Bäume werden vom Diplodia-Triebsterben (Sphaeropsis) befallen. Dadurch werden zunächst die jungen Triebe und später ganze Äste braun, und der Baum kann innerhalb weniger Jahre absterben. Zusätzlich führt die durch Dothistroma verursachte Rotbandkrankheit der Nadeln dazu, dass die unteren Äste verkahlen. Nur noch ein Bruchteil der gepflanzten Bestände ist gesund. Eine Behandlung im Garten ist kaum möglich, deshalb wird von Neupflanzungen abgeraten. Sie ist nicht heimisch, und ihre auf kahlen Dolomitflächen und Sandböden angepflanzten Bestände verursachen Naturschutzprobleme. Pflanze sie daher nicht in der Nähe geschützter Graslandflächen.
Waldkiefer
In den heißen, dürregeprägten Tieflagen Mitteleuropas lebt die Waldkiefer an der Grenze ihrer Belastbarkeit: In den heimischen Wäldern ist nur noch etwa ein Viertel der Bestände gesund. Das ist immer noch ein deutlich günstigeres Bild als bei der Schwarzkiefer, von der kaum gesunde Bestände übrig sind, doch die Entwicklung ist dieselbe. Durch Trockenheit geschwächte Bäume werden vom Diplodia-Triebsterben (Diplodia sapinea) befallen: Die Nadeln an den Triebspitzen werden braun und bleiben lange am Baum, wiederholt befallene Äste verkahlen, und der Baum kann sogar absterben. Mit den warmen, trockenen Sommern verursacht der Pilz immer größere Schäden und befällt auch die Waldkiefer zunehmend häufiger. Außerdem treten Blattwespen und Schildläuse auf, und stark verschmutzte Luft verträgt sie ebenfalls schlecht. In einem kühleren, niederschlagsreicheren Garten im Hügelland, auf gut wasserdurchlässigem Boden und bei Bewässerung in Trockenperioden ist sie auch heute noch eine vertretbare Wahl. Für einen heißen, trockenen Garten im Tiefland ist sie langfristig riskant.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Schwarzkiefer
Waldkiefer
Gruppe Großer Baum Großer Baum
Größe nach 10 Jahren 4,5 m × 2,5 m (unsicher) 4,5 m × 2,5 m (unsicher)
Endgröße 12–25 m × 6–12 m 10–30 m × 9–15 m
Wuchsgeschwindigkeit Mittel Schnell
Lichtbedarf Sonnig Sonnig
Boden Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig, Sauer Normal, Sandig, Sauer, Kalkhaltig, Lehmig, schwer
Winterhärte bis -29 °C (USDA 4, RHS H7) bis -40 °C (USDA 3, RHS H7)
Hitzeverträglichkeit Hoch Niedrig
Laub Immergrün Immergrün
Wasserbedarf Niedrig Mittel
Trockenheitsverträglichkeit Hoch Mittel
Pflegeaufwand Mittel Niedrig
Pflanzabstand 600 cm 600 cm
Für Kinder keine Angabe Ungiftig (unsicher)
Typischer Preis ca. 3,80 PLN (< 40 cm) ca. 6 PLN (< 40 cm)

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 17. Oktober 2026

Möchtest du eine genauere Empfehlung?
Beschreibe in ein paar Worten den Platz und was du suchst, und der Pflanzenfinder wählt passend zu deinem Garten aus.