Gemeine Fichte oder Weymouth-Kiefer

Gemeine Fichte und Weymouth-Kiefer kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Solitär, Sichtschutz, Kübelpflanze). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Gemeine Fichte

Gemeine Fichte

Picea abies 3,5 m × 2 m nach 10 Jahren

Die Wildart ist ein schnell wachsender, großer Nadelbaum mit dunkelgrünen Nadeln, kegelförmiger Krone und langen, herabhängenden Zapfen. Sie kann…

Großer Baum
Sonnig
Halbschattig
ab ca. 2,10 PLN
Illustration: Weymouth-Kiefer

Weymouth-Kiefer

Pinus strobus 5 m × 2,5 m nach 10 Jahren

Du erkennst sie an ihren weichen, blaugrünen Nadeln, die zu fünft in Büscheln stehen und sie zu einer der zierlichsten Kiefern machen. Die Wildart…

Großer Baum
Sonnig
Halbschattig
ab ca. 5 PLN

Die wichtigsten Unterschiede

  • Weymouth-Kiefer wird größer: nach zehn Jahren 5 m × 2,5 m, Gemeine Fichte 3,5 m × 2 m (geschätzt, die Quellen weichen ab).

  • Weymouth-Kiefer braucht weniger Pflege als Gemeine Fichte.

Welche passt besser?

Gemeine Fichte ist die bessere Wahl, wenn der Platz knapp ist.

Weymouth-Kiefer ist die bessere Wahl, wenn wenig Zeit für die Pflege bleibt.

Darauf solltest du achten

Gemeine Fichte
In den Ebenen und im Hügelland Mitteleuropas sterben Fichten infolge der heißen, trockenen Sommer der letzten Jahre in großer Zahl ab, auch in Gärten und Parks. Die flach wurzelnden, durch Wassermangel geschwächten Bäume werden vom Buchdrucker (Ips typographus) befallen, der unter der Rinde den Transport von Wasser und Nährstoffen unterbricht. Ein befallener Baum lässt sich nicht mehr retten und muss möglichst bald gefällt werden. An trockenen, warmen Standorten verursachen auch Spinnmilben und Sitkafichtenläuse (Elatobium abietinum) Nadelverlust. Fichtengallenläuse führen zu Verformungen an den jungen Trieben. Bei geschwächten Bäumen können außerdem pilzbedingte Nadelschütte, Aststerben und Fäule durch den Wurzelschwamm auftreten. Pflanze die groß werdende Wildart nicht auf trockene, nährstoffarme Böden, in Stadtgärten oder in Tieflagen. Auch ein ausgepflanzter Weihnachtsbaum mit Wurzelballen wird zu einem solchen großen, empfindlichen Baum. Die Zwergsorten brauchen ebenso feuchten Boden und Bewässerung im Sommer, lassen sich wegen ihrer geringen Größe aber leichter gießen und mit Mulch abdecken.
Weymouth-Kiefer
Ihre schwerwiegendste Krankheit ist der Weymouthkiefern-Blasenrost (Cronartium ribicola), der die Rinde befällt und den infizierten Baum meist zum Absterben bringt. Zwischenwirte des Pilzes sind Johannisbeeren und Stachelbeeren (Ribes). Pflanze sie deshalb nicht in die Nähe von Schwarzen oder Roten Johannisbeeren oder Stachelbeeren. Auf kalkhaltigen, alkalischen Böden werden ihre Nadeln gelb (Chlorose). In den heißen, trockenen Sommern der Tieflagen Mitteleuropas leidet sie unter Wassermangel und Spinnmilben. Geschwächte Bäume werden auch von Borkenkäfern und Blattläusen befallen. Ihre Äste sind brüchig und können durch Wind und schwere Schneelasten abbrechen. In Mitteleuropa verwildert sie aus Gärten und Aufforstungen: In sauren Sandsteingebieten verjüngt sie sich massenhaft und verdrängt die Wald-Kiefer. Pflanze sie deshalb nicht in die Nähe von Schutzgebieten oder Wäldern.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Gemeine Fichte
Weymouth-Kiefer
Gruppe Großer Baum Großer Baum
Größe nach 10 Jahren 3,5 m × 2 m (unsicher) 5 m × 2,5 m (unsicher)
Endgröße 12–35 m × 7,5–10 m 15–30 m × 6–12 m (unsicher)
Wuchsgeschwindigkeit Schnell Schnell
Lichtbedarf Sonnig, Halbschattig Sonnig, Halbschattig
Boden Normal, Sandig, Sauer Normal, Sandig, Sauer
Winterhärte bis -40 °C (USDA 3, RHS H7) bis -34 °C (USDA 4, RHS H7)
Hitzeverträglichkeit Niedrig Niedrig
Laub Immergrün Immergrün
Wasserbedarf Mittel Mittel
Trockenheitsverträglichkeit Niedrig Niedrig
Pflegeaufwand Mittel Niedrig
Pflanzabstand 500 cm 600 cm
Für Kinder Ungiftig (unsicher) Ungiftig (unsicher)
Typischer Preis ca. 9,30 PLN (40–60 cm) ca. 6,50 PLN (< 40 cm)

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 17. Oktober 2026

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