Japanischer Schnurbaum oder Silber-Linde

Japanischer Schnurbaum und Silber-Linde kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Schattenspender, Bienenfreundlich, Solitär). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Japanischer Schnurbaum

Japanischer Schnurbaum

Styphnolobium japonicum 6 m × 4 m nach 10 Jahren

Ein großer, schattenspendender Baum mit rundlicher Krone, der im Hochsommer, wenn kaum noch andere Bäume blühen, cremeweiße, duftende Blütenrispen…

Großer Baum
Sonnig
Halbschattig
ab ca. 44.000 CZK
Illustration: Silber-Linde

Silber-Linde

Tilia tomentosa 7 m × 4 m nach 10 Jahren

Die Silber-Linde ist ein großer Schattenspender mit einer gleichmäßigen Krone. Ihre Blätter sind auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite…

Großer Baum
Sonnig
Halbschattig
ab ca. 60.000 CZK

Die wichtigsten Unterschiede

  • Silber-Linde braucht weniger Wasser als Japanischer Schnurbaum.

  • Silber-Linde verträgt auch schweren Lehmboden, Japanischer Schnurbaum braucht lockeren, durchlässigen Boden.

Welche passt besser?

Silber-Linde ist die bessere Wahl, wenn du nicht regelmäßig gießen kannst oder der Boden schwer und lehmig ist.

Darauf solltest du achten

Japanischer Schnurbaum
Die herabfallenden Blüten, fleischigen Hülsen und Blätter verursachen viel Abfall und hinterlassen Flecken auf Pflasterflächen. Das Holz ist brüchig, sodass starker Wind und schwere Schneelasten Äste abbrechen können. Achte deshalb schon beim jungen Baum auf einen stabilen Kronenaufbau. Die Triebe junger Bäume können in strengen Wintern zurückfrieren; nach Frostschäden können Krebswunden entstehen. Er hat keine gravierenden Schädlinge oder Krankheiten.
Silber-Linde
Sie hat keine ernsthaften Schädlinge oder Krankheiten. Wegen ihrer filzig behaarten Blätter wird sie deutlich seltener von Blattläusen befallen als andere Linden, sodass klebriger Honigtau unter ihr nur selten Probleme bereitet. In trockenen Sommern können eher Spinnmilben auftreten, und gelegentlich kann sie von der Verticillium-Welke befallen werden. Gegen Ende der Blüte findet man unter ihr häufig benommene oder tote Hummeln. Früher wurde dies mit giftigem Nektar erklärt, doch Untersuchungen haben das nicht bestätigt: Die wahrscheinlichste Ursache ist Verhungern, weil im Spätsommer wenig Nektar vorhanden ist und die Insekten an den duftenden, aber bereits leeren Blüten bleiben. Es hilft sehr, wenn in ihrer Nähe auch andere spät blühende Pflanzen wachsen.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Japanischer Schnurbaum
Silber-Linde
Gruppe Großer Baum Großer Baum
Größe nach 10 Jahren 6 m × 4 m (unsicher) 7 m × 4 m (unsicher)
Endgröße 12–23 m × 12–23 m 15–25 m × 9–20 m
Wuchsgeschwindigkeit Mittel Mittel
Lichtbedarf Sonnig, Halbschattig Sonnig, Halbschattig
Boden Normal, Sandig, Kalkhaltig Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig
Winterhärte bis -29 °C (USDA 4, RHS H7) bis -29 °C (USDA 4, RHS H7)
Hitzeverträglichkeit Hoch Hoch
Laub Laubabwerfend Laubabwerfend
Blüte Juli–August, weiß Juni–Juli, gelb, weiß
Wasserbedarf Mittel Niedrig
Trockenheitsverträglichkeit Hoch Hoch
Pflegeaufwand Niedrig Niedrig
Pflanzabstand 1000 cm 1000 cm
Für Hunde Giftig (unsicher) Ungiftig (unsicher)
Für Katzen Giftig (unsicher) Ungiftig (unsicher)
Für Kinder Giftig Ungiftig (unsicher)
Typischer Preis ca. 44.000 CZK ca. 60.000 CZK

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 17. Oktober 2026

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