Heckenmyrte oder Japanischer Spindelstrauch

Heckenmyrte und Japanischer Spindelstrauch kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Hecke, Kübelpflanze). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Heckenmyrte

Heckenmyrte

Lonicera nitida 1,2 m × 1,5 m nach 10 Jahren

Die Heckenmyrte ist ein immergrüner Strauch mit kleinen, glänzenden Blättern, der schnell wächst und jederzeit geschnitten werden kann. Du kannst…

Heckenpflanze
Sonnig
Halbschattig
Schattig
ab ca. 84 CZK
Illustration: Japanischer Spindelstrauch

Japanischer Spindelstrauch

Euonymus japonicus 2 m × 1,5 m nach 10 Jahren

Ein immergrüner Strauch mit glänzenden, ledrigen Blättern, der sich gut schneiden lässt und sich deshalb für niedrige bis mittelhohe Hecken, als…

Heckenpflanze
Sonnig
Halbschattig
Schattig
ab ca. 49 CZK

Die wichtigsten Unterschiede

  • Japanischer Spindelstrauch wird größer: nach zehn Jahren 2 m × 1,5 m, Heckenmyrte 1,2 m × 1,5 m (geschätzt, die Quellen weichen ab).

  • Heckenmyrte wächst schneller als Japanischer Spindelstrauch.

Welche passt besser?

Heckenmyrte ist die bessere Wahl, wenn der Platz knapp ist oder du schnell ein Ergebnis willst.

Darauf solltest du achten

Heckenmyrte
In Mitteleuropa ist ihre Winterhärte der Schwachpunkt: Unter etwa -15 °C, besonders bei windigem, sonnigem Frost ohne Schneedecke, bekommen die Blätter Frostbrand oder fallen ab. Um -20 °C und darunter können auch die Triebe zurückfrieren. Nach einem kräftigen Rückschnitt im Frühjahr treibt sie meist aus der Basis wieder aus, doch die Hecke bleibt eine Zeit lang kahl. An Stellen, an denen sich kalte Luft sammelt, und in exponierten Gärten im Flachland ist die Pflanzung deshalb riskant. Bei heißer, praller Sonne und trockenem Boden können die Blätter verbrennen. Wegen des schnellen Wachstums verkahlt sie ohne Schnitt bald von unten und fällt auseinander. Zum Boden gebogene Zweige bewurzeln sich. Echter Mehltau, Blattfleckenkrankheiten und Blattläuse können auftreten. In Westeuropa verwildert sie stellenweise aus Gärten, steht aber nicht auf den offiziellen Listen invasiver Arten der Region.
Japanischer Spindelstrauch
In Mitteleuropa ist er nur mäßig winterhart: Bei etwa -15 bis -20 °C sowie bei starker Wintersonne und Wind bekommen die Blätter Verbrennungen. In strengen Wintern können die Triebe zurückfrieren, besonders bei jungen Pflanzen und Sorten mit panaschierten Blättern. Im Frühjahr treibt er meist wieder aus, doch an kalten, windigen Standorten ist er als Hecke riskant. Ein häufiger Schädling ist die Spindelstrauch-Schildlaus. In dichten, schlecht durchlüfteten Pflanzungen kann auch Echter Mehltau auftreten.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Heckenmyrte
Japanischer Spindelstrauch
Gruppe Heckenpflanze Heckenpflanze
Größe nach 10 Jahren 1,2 m × 1,5 m (unsicher) 2 m × 1,5 m
Endgröße 1–3 m × 1,2–3 m (unsicher) 2,5–4,5 m × 1,5–2,5 m
Wuchsgeschwindigkeit Schnell Mittel
Lichtbedarf Sonnig, Halbschattig, Schattig Sonnig, Halbschattig, Schattig
Boden Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig, Sauer
Winterhärte bis -18 °C (USDA 6, RHS H6) bis -18 °C (USDA 6, RHS H6)
Hitzeverträglichkeit Mittel (unsicher) keine Angabe
Laub Immergrün Immergrün
Blüte Mai–Juni, weiß Mai–Juli, grün
Wasserbedarf Mittel Mittel
Trockenheitsverträglichkeit Mittel Mittel
Pflegeaufwand Mittel Mittel
Als Hecke gepflanzt 4 Pflanzen pro laufendem Meter 3 Pflanzen pro laufendem Meter
Für Hunde keine Angabe Giftig (unsicher)
Für Katzen keine Angabe Giftig (unsicher)
Für Kinder Leicht giftig (unsicher) Leicht giftig
Typischer Preis ca. 84 CZK ca. 65 CZK

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 26. Oktober 2026

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