Gemeine Esche oder Manna-Esche

Gemeine Esche und Manna-Esche kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Schattenspender, Solitär). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Gemeine Esche

Gemeine Esche

Fraxinus excelsior 7 m × 4 m nach 10 Jahren

Ein heimischer Waldbaum von gewaltiger Größe: Mit ihren gefiederten Blättern und ihrer lockeren, gewölbten Krone wird sie mit der Zeit 20 bis 40 Meter…

Großer Baum
Sonnig
ab ca. 1.200 CZK
Illustration: Manna-Esche

Manna-Esche

Fraxinus ornus 5 m × 3,5 m nach 10 Jahren

Die Manna-Esche ist ein mittelgroßer Baum mit rundlicher Krone, der sich etwa im Mai mit cremeweißen, duftenden Blütenrispen bedeckt und sich im…

Großer Baum
Sonnig
ab ca. 26.000 CZK

Die wichtigsten Unterschiede

  • Gemeine Esche: Für die meisten mitteleuropäischen Gärten empfehlen wir diese Pflanze nicht. Das Eschentriebsterben, verursacht durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus, lässt in Mitteleuropa Gemeine Eschen in großer Zahl absterben: Die Triebe welken, die Äste sterben ab, die Rinde verfärbt sich, später fault auch der Wurzelhals, und der geschwächte Baum kann umstürzen.

  • Gemeine Esche wird größer: nach zehn Jahren 7 m × 4 m, Manna-Esche 5 m × 3,5 m (geschätzt, die Quellen weichen ab).

  • Gemeine Esche ist winterhärter: bis -29 °C, Manna-Esche bis -23 °C.

  • Manna-Esche verträgt Trockenheit besser als Gemeine Esche.

  • Manna-Esche braucht weniger Wasser als Gemeine Esche.

  • Manna-Esche braucht weniger Pflege als Gemeine Esche.

Welche passt besser?

Manna-Esche ist die sicherere Wahl: Gemeine Esche ist für die meisten Gärten nicht zu empfehlen.

Darauf solltest du achten

Gemeine Esche
Das Eschentriebsterben, verursacht durch den Pilz Hymenoscyphus fraxineus, lässt in Mitteleuropa Gemeine Eschen in großer Zahl absterben: Die Triebe welken, die Äste sterben ab, die Rinde verfärbt sich, später fault auch der Wurzelhals, und der geschwächte Baum kann umstürzen. Junge Bäume sterben schnell, ältere kümmern jahrelang; eine wirksame Bekämpfung gibt es nicht, und Forschende suchen bislang noch nach widerstandsfähigen Exemplaren. Von Osten her nähert sich auch der Asiatische Eschenprachtkäfer, der befallene Eschen innerhalb weniger Jahre zum Absterben bringt. Die Äste können bei Sturm oder unter Schneelast brechen. Weibliche Bäume streuen große Mengen an Samen aus, sodass die Sämlinge regelmäßig gejätet werden müssen.
Manna-Esche
Das Eschentriebsterben (Hymenoscyphus fraxineus), das in Mitteleuropa die Gewöhnliche Esche massenhaft absterben lässt, betrifft die Manna-Esche kaum: Es befällt höchstens ihre Blätter und verursacht normalerweise kein Absterben der Triebe. Der aus Asien eingeschleppte Asiatische Eschenprachtkäfer (Agrilus planipennis) breitet sich von Osteuropa nach Westen aus und ist für Eschen generell gefährlich. Wie stark er die Manna-Esche schädigt, ist noch unklar, obwohl einige Beobachtungen darauf hindeuten, dass sie weniger stark befallen wird. Früh austreibende Triebe können durch späte Fröste im Frühjahr geschädigt werden, und ihre Zweige brechen bei Sturm und unter Schneelast leicht.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Gemeine Esche
Manna-Esche
Gruppe Großer Baum Großer Baum
Größe nach 10 Jahren 7 m × 4 m (unsicher) 5 m × 3,5 m (unsicher)
Endgröße 20–40 m × 15–25 m 8–15 m × 6–12 m
Wuchsgeschwindigkeit Schnell Mittel (unsicher)
Lichtbedarf Sonnig Sonnig
Boden Normal, Lehmig, schwer, Kalkhaltig Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig
Winterhärte bis -29 °C (USDA 4, RHS H7) bis -23 °C (USDA 6, RHS H7)
Hitzeverträglichkeit Mittel (unsicher) Hoch (unsicher)
Laub Laubabwerfend Laubabwerfend
Blüte April–Mai, grün, violett (unsicher) April–Juni, weiß
Wasserbedarf Mittel Niedrig
Trockenheitsverträglichkeit Niedrig Hoch
Pflegeaufwand Hoch Niedrig
Pflanzabstand 1200 cm 600 cm
Für Hunde Ungiftig (unsicher) keine Angabe
Für Katzen Ungiftig (unsicher) keine Angabe
Für Kinder Ungiftig (unsicher) Ungiftig (unsicher)
Typischer Preis ca. 1.200 CZK (200–300 cm) ca. 26.000 CZK

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 17. Oktober 2026

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