Berg-Waldrebe oder Waldgeißblatt

Berg-Waldrebe und Waldgeißblatt kommen im Garten oft für denselben Platz in Frage (Blütenschmuck, Sichtschutz, Bienenfreundlich). Die Daten unten zeigen die Unterschiede: Größe, Winterhärte, Pflege, Giftigkeit und Preis.

Illustration: Berg-Waldrebe

Berg-Waldrebe

Clematis montana 8 m × 4 m nach 10 Jahren

Eine der wüchsigsten Waldreben: Sie klettert mit ihren sich windenden Blattstielen und braucht deshalb Drähte, ein Rankgitter, einen Zaun oder einen…

Kletterpflanze
Sonnig
Halbschattig
ab ca. 400 CZK
Illustration: Waldgeißblatt

Waldgeißblatt

Lonicera periclymenum 5 m × 2 m nach 10 Jahren

Ein sommergrüner Kletterstrauch mit windenden Trieben, dessen cremeweiße, gelbe und purpurrote Blüten vom Frühsommer bis in den Herbst blühen. Gegen…

Kletterpflanze
Sonnig
Halbschattig
ab ca. 270 CZK

Die wichtigsten Unterschiede

  • Berg-Waldrebe wird größer: nach zehn Jahren 8 m × 4 m, Waldgeißblatt 5 m × 2 m (geschätzt, die Quellen weichen ab).

  • Waldgeißblatt ist winterhärter: bis -29 °C, Berg-Waldrebe bis -18 °C.

  • Waldgeißblatt verträgt Trockenheit besser als Berg-Waldrebe.

  • Berg-Waldrebe braucht weniger Pflege als Waldgeißblatt.

Welche passt besser?

Berg-Waldrebe ist die bessere Wahl, wenn wenig Zeit für die Pflege bleibt.

Waldgeißblatt ist die bessere Wahl, wenn der Platz knapp ist, der Garten kalt oder frostgefährdet ist oder du nicht regelmäßig gießen kannst.

Darauf solltest du achten

Berg-Waldrebe
Sie ist weniger winterhart als andere Garten-Waldreben: In Mitteleuropa kann sie in strengen, windigen Wintern zurückfrieren. Späte Fröste im Frühjahr können die bereits entwickelten Blütenknospen zerstören, sodass sie in diesem Jahr nicht blüht. Pflanze sie an eine geschützte Wand und decke ihren Fuß mit Mulch ab. Wenn du sie im Frühjahr oder Winter schneidest, entfernst du die Blütenknospen. Sie wird sehr groß, überwuchert kleine Rankgitter, Dachrinnen und Töpfe schnell und belastet sie mit ihrem Gewicht. Clematiswelke, Blattläuse, Schnecken und Ohrwürmer können an ihr auftreten.
Waldgeißblatt
In Mitteleuropa leidet die Pflanze an einer heißen, trockenen Wand in praller Sonne: Blattläuse befallen die Triebspitzen und Knospen, und die Blätter bekommen Echten Mehltau, besonders wenn die Wurzeln austrocknen. Im Halbschatten und in gemulchtem, gleichmäßig feuchtem Boden bleibt sie deutlich gesünder. Mit der Zeit verkahlt sie unten, deshalb solltest du sie alle paar Jahre nach der Blüte durch einen Rückschnitt verjüngen. Lass sie nicht an einem jungen Baum hochwachsen, denn die eng darum gewundenen Triebe schnüren den Stamm ein.

Die Daten im Vergleich

Merkmal
Berg-Waldrebe
Waldgeißblatt
Gruppe Kletterpflanze Kletterpflanze
Größe nach 10 Jahren 8 m × 4 m (unsicher) 5 m × 2 m
Endgröße 5–12 m × 2,4–4,5 m 3–7 m × 1–3 m
Wuchsgeschwindigkeit Schnell Schnell
Lichtbedarf Sonnig, Halbschattig Sonnig, Halbschattig
Boden Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig Normal, Lehmig, schwer, Sandig, Kalkhaltig, Sauer
Winterhärte bis -18 °C (USDA 6, RHS H6) bis -29 °C (USDA 4, RHS H7)
Hitzeverträglichkeit Mittel Mittel
Laub Laubabwerfend Laubabwerfend
Blüte Mai–Juni, weiß, rosa Juni–September, weiß, gelb, rot
Wasserbedarf Mittel Mittel
Trockenheitsverträglichkeit Niedrig Mittel
Pflegeaufwand Niedrig Mittel
Pflanzabstand 200 cm 100 cm
Für Hunde Giftig Leicht giftig (unsicher)
Für Katzen Giftig Leicht giftig (unsicher)
Für Kinder Giftig Leicht giftig
Typischer Preis ca. 400 CZK ca. 270 CZK

Die Preise sind gerundete Richtwerte. Die Angaben zur Giftigkeit dienen nur der Information. Wenn dein Haustier oder dein Kind eine Pflanze gegessen hat, wende dich an eine Tierarztpraxis oder an eine Ärztin oder einen Arzt. Daten aktualisiert: 17. Oktober 2026

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